Pressemitteilung

Freier Weg für eine Zukunft auf der Grünen Wiese

C. Hübner intern

Der Marktoberdorfer Stadtrat ändert Flächennutzungsplan für neues Bauprojekt. Die Firma C. Hübner GmbH kann ihr Vorhaben vorantreiben

Werkzeugbau, Kunststoffspritzguss und Kunststoffgalvanik sind die drei großen Standbeine der Marktoberdorfer Firma Hübner. Das Geschäft floriert. Deshalb stand Geschäftsführer Thomas Hübner nun vor der Frage: In Marktoberdorf erweitern oder die Stadt verlassen? Der Stadtrat hat ihm die Entscheidung erleichtert. Er beschloss, im Gewerbegebiet West am Siemensring vier Hektar landwirtschaftliche Fläche als Gewerbe- und Industriegebiet auszuweisen.

Herr Hübner äußerte sich im Gespräch mit der Allgäuer Zeitung erleichtert: „Wir sind eine Marktoberdorfer Firma und wollten in Marktoberdorf bleiben.“ Die Zukunft der Firma spielt sich auf drei der vier Hektar ab. Im Moment sei nur geplant, die Spritzgussfertigung zu verlegen und für sie eine neue Halle zu bauen. Derzeit ist sie auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern in zwei Hallen der Firma Rösle untergebracht. Doch der Mietvertrag ende bald. Rösle habe Eigenbedarf angemeldet.

Eine Ausweitung des Firmensitzes in der Sudetenstraße komme nicht mehr in Frage, sagte Thomas Hübner. Der Firmensitz habe sich früher auf der grünen Wiese befunden. Aber: „Die Stadt hat uns mit Gewerbe und Wohnen eingeholt.“ In welcher Größenordnung und zu welchem Kostenaufwand die Halle am Siemensring erstellt wird, sei derzeit nicht spruchreif.

Das neue Grundstück „reicht uns für jegliche Optionen aus“ erklärte Herr Hübner. Dahinter verbirgt sich seine Überlegung, zu einem späteren Zeitpunkt auch weitere Firmenteile dorthin zu verlagern und den bisherigen Standort aufzugeben. Wann das sein könnte, sei im Moment nicht absehbar. Mit der Erweiterung ist auch ein Ausbau des Personalbestandes verbunden. Derzeit beschäftigt die C.Hübner GmbH 190 Mitarbeiter.

„Wir sind jedenfalls froh, dass die Stadt uns die Möglichkeit eröffnet hat, hier bleiben zu können“, betonte Hübner. „Das wird eine aussichtsreiche Geschichte“. Das hofft auch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell, der in der Sitzung unterstrichen hatte, wie wichtig es sei, örtliche Firmen zu halten. Deshalb habe die Stadt die Fläche zum Jahreswechsel erworben. Die Verwaltung favorisiert eine Ausweitung des Gewerbegebietes nach Westen hin.

Grundsätzlich, so ergänzt der Leiter des Bauamts, Ralf Baur sei die Einbeziehung denkbar, „wenn keine Komplikationen zu befürchten sind“ wie in diesem Fall. „Wir wollen mit den Grundstücken „zeitnah über die Ziellinie.“ Das hofft auch Thomas Hübner, denn: „In drei Jahren muss die Hall stehen.“ Der Stadtrat legte dem Vorhaben keine Steine in den Weg. Er stimmte einmütig für die Änderung.